PayPal

PayPal in DublinEs gibt, auch im Internet, viele Diskussionen zu dieser Firma. Teilweise werden erlogene Horrorgeschichten berichtet, teilweise aber leider auch echte Fakten. Fakt Nr. 1 ist: PayPal ist nicht nur im selben Gebäude in Dublin, es ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen von Ebay. Ursprünglich war PayPal selbstständig, ist aber später von Ebay aufgekauft worden. Was daran konspirativ oder geheim sein soll, kann ich nicht sagen. Selbst bei Ebay wird daraus kein Geheimniß gemacht...

PayPal ist eine Art Internetbank. Die meisten Kunden nutzen PayPal, um bei Ebay getätigte Käufe zu bezahlen. Mittlerweile wird aber auch von mehr und mehr Händlern außerhalb von Ebay PayPal als Zahlungsmethode angeboten. Der Grund ist recht einfach: Zahlungen im Internet werden meist über eine Kreditkarte abgewickelt, doch nicht jeder Händler hat die Möglichkeit, mit den Kreditkartenfirmen die erhaltenen Zahlungen abzurechnen.

Aber PayPal macht mehr Probleme, als das es Vorteile bringt. Zum einen, muss man schon Doktor der Paypalogie ( den Begriff gibt es leider nicht!!) sein, um sein PayPal-Konto sowohl als Zahler als auch als Händler gefahrlos und richtig zu führen. Das Marketing von PayPal erzählt dem Kunden jedoch, dass alles ganz einfach und problemlos sei. “ Zahlen Sie einfach ,., an jeden, der eine Emailadresse hat” heißt es dort. Gelogen! Richtig ist, dass man bei PayPal keine Kontonummer hat sondern die eigene Emailadresse die Kontonummer ist. Richtig ist auch, dass man für Zahlungen an andere keine Kontonummer braucht sondern die Emailadresse unter der der andere sein PayPal-Konto führt. Was ist nun, wenn man meint, man würde etwas bezahlen und der andere hat überhaupt kein PayPal-Konto unter der Emailadresse an die man überwiesen hat? Dann fangen die Probleme an und es wird der Kundendienst von PayPal angerufen......

Das sind nun die Dinge, um die sich dann der Mitarbeiter kümmern sollte. Der kann aber nicht, weil der eigentlich nichts machen kann. So viele Regeln, Prozeduren und Anweisungen habe ich wirklich nirgendwo erlebt. Es gibt Vorschriften, mit welchen Worten man einen Anrufer begrüßen muss ( macht ja noch Sinn....) und wie man einen Anrufer verabschieden muss (“Schön das ich Ihnen helfen konnte, kann ich sonst noch was für sie tun?” klingt ein wenig wie Hohn und Spott wenn man dem Anrufer erklären muss, dass sein Geld verloren ist, da er die PayPalregeln falsch verstanden hat)...

Ein großer Teil der Kunden war aber auch, so hart wie es klingen mag, einfach zu blöde. Wenn man ein Auto fahren will, so muss man es lernen und einen Führerschein machen. Aber einen Computer kann jeder benutzen. Auch mit dem Intelligenzquotienten eines Salatkopfes kann jeder ein Internetbankkonto bei seiner Bank oder bei PayPal eröffnen. Wie sonst lassen sich z.B. die Vielzahl an gefälschten Mails von Banken, Ebay oder aber auch PayPal erklären? Alle diese Mails haben nur ein Ziel: Man will an die Konten der Nutzer und diese ausplündern. Diese Dinge müssen ja wohl irgendwie auch erfolgreich sein. Sonst würde es nicht so viele Mails davon geben. Sobald PayPal den Verdacht hat, dass da irgendwas nicht stimmt, wird das Konto gesperrt und alle Konten, an die Zahlungen vorgenommen werden sollten. Wenn man z.B. als Deutscher ein deutsches PayPal Konto hat und nun versucht, aus einem bongolesischen (imaginäres Land. Habe ich erfunden, um nicht rassistisch zu klingen..) Bergdorf heraus, eine Zahlung für eine Ebay Auktion vorzunehmen, macht PayPal das Konto und das Konto des Zahlungsempfängers zu. In der heutigen Zeit kann eine Firma sofort feststellen, wer von wo auf die Webseite oder das System zugreift. Was dann in einem solchen Fall abläuft, ist fast zu schwer zu beschreiben. Jedem PayPal Mitarbeiter wird vom ersten Tag an eingeimpft, daß jeder Kunde ein potenzieller Verbrecher sei und so zu behandeln ist. Dieser Job ist wirklich nichts für schwache Gemüter oder Leute mit Gewissen. Auf verschiedenen Webseiten und Diskussionsforen wird PayPal-Mitarbeitern eine gewisse, kaum erträgliche, Arroganz vorgeworfen. Mir ist dieses Verhalten durchaus verständlich. Ich habe dort gearbeitet und weiß, wie es dort zugeht.

Wer der englischen Sprache mächtig ist, kann sich gerne einmal bei Paypalsucks.com umsehen. Aber auch für diese Seite gilt, was ich am Anfang geschrieben habe: Es wird sehr viel Unsinn geschrieben. Ich habe dort einen Artikel gefunden, in dem ein angeblich ehemaliger PayPal-Mitarbeiter beschreibt, dass es dort im Hause Sitzungen gegeben hätte, in der man nach Konten gesucht habe, die man wahllos sperren könne um sich so des Geldes der Kunden anzueignen. Absoluter Schwachsinn. So etwas hat niemals stattgefunden und wird auch niemals stattfinden.
Ein Höhepunkt der Seite ist ein Mitschnitt eines Telefongespräches, welches ein Kunde dort geführt hat. Dieses Gespräch kann sicherlich so abgelaufen sein. Die Mitarbeiterin von PayPal ist mir tatsächlich bekannt.

Mein abschließendes Urteil über PayPal kann man am besten so beschreiben:
Ich habe kein PayPal-Konto und werde mir auch niemals eins zulegen. Ich habe für verschiedene Firmen gearbeitet und freue mich immer, wenn ich die Produkte richtig nutzen kann da mir alles über die Produkte beigebracht wird. Aber PayPal?

::::NIEMALS::::

   
 

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